Alle Beiträge von Thomas Hummels

Warm-up am Gardasee – ein Rückblick

von Heinz-Christian Bock GER111

Noch ein kleiner Bericht zum Season Warm-up am Gardasee Anfang April. Wobei es eigentlich, mangels Beteiligung aus den Reihen der Seascape18-Eigner, nur ein normales P-Training von Stickl wurde. Schade!

Der Gardasee zeigte sich mal wieder von seiner besten Seite. Sonne die ganze Woche, nahezu perfekter Wind – morgens der Vento aus N, nachmittags die Ora aus S. Und dazu das grandiose Panorama mit Schnee auf dem Monte Baldo. Soulsailing at it‘ best!

Montags ließ es Tim, unser Trainer, noch ruhig angehen mit uns. 3-4 Bft waren ideal, um nach der Winterpause den Staub abzuschütteln. Wir bekamen einen dritten Segelschüler an Bord und mussten uns auch erst einmal in die für uns ungewohnte Arbeitsteilung einfinden.

Am Wind Richtung Riva vor Malcesine

Am Wind Richtung Riva vor Malcesine

Dienstags war eigentlich ein Zwei-Boot-Programm geplant. Der Vento blies dann aber mit gut 6-7 Windstärken, was uns dann schnell das fehlende Gewicht auf der Kante aufzeigte. Also schnell umgeplant. Charlotte erst mal aufs Rib und ich als dritter Mann auf die andere Seascape. 6-7 Bft. und die kurze Gardaseewelle sind schon eine spezielle Kombination. Allerdings machten wir auch die wertvolle Erfahrung, wie weit das Boot abgepowert werden kann und wie dabei zu steuern ist. Downwind hebelt es die Kiste unter Gennaker immer wieder aus. Da muss der Steuermann höllisch konzentriert fahren. Leider ist auch der größte See irgendwann mal zu Ende und bevor man gegen die Felswand rauscht, muss eine Halse gefahren werden. Über die Details der folgenden Minuten decken wir lieber den Mantel des Schweigens. Nur so viel: Es ist ein echter Sicherheitsvorteil, wenn der Trainer in seinem Schlauchboot dicht folgt und auch per Funk und Headset entsprechend eingreifen kann.

Ventospaß

Ventospaß

Selbst der fürchterlichste Vento ebbt irgendwann mal ab und wird von der Ora verdrängt. Nachmittags konnten wir, so lange unsere Kids mit ihrer Optigruppe unterwegs waren, noch für uns alleine etwas segeln gehen. Das Stickl-Team ist da erfreulich unkompliziert. Diesen Rhythmus haben wir dann noch mehrmals anwenden können – morgens Action mit Tim, nachmittags Soulsailing mit Charlotte an der Pinne.
Das Zwei-Boot-Programm hat Tim auch nicht vergessen. Donnerstag haben wir in einer sehr früh einsetzenden Ora kurze Kurse ausgelegt und haben uns ein paar heiße Kämpfe geliefert, so dass unser Trainer fast zu spät zu seinem nächsten Kurs gekommen wäre.
Freitags blieb der Vento ganz weg, dafür kam die Ora umso besser durch. Wärend Tim diesmal seinen anderen Kurs zu erst versorgt hat, sind wir als Dreierteam schon mal raus gefahren und haben ein wenig für uns trainiert. Dabei sind ein paar schöne, lange Surfs gelungen. Später hat uns Tim noch mal quer über den See gescheucht. Die 5 Bft konnten uns nicht mehr schocken. Und selbst unser Trainer hatte nur noch lobende Worte für unsere Manöver übrig. Zurück gings mit Gennaker auf einem leicht angespitzten Reachkurs. Minutenlang zeigte unser Speedpuck Geschwindigkeiten im zweistelligen Bereich mit einer Spitze von 12kn.
Was für ein Abschluss einer tollen Segelwoche!
Fazit: Gardasee Anfang April? – Aber klar!
Training bei Stickl? Immer wieder. Wir waren jetzt zum dritten Mal dort und haben uns jedesmal verbessern können.
Es wäre nur schön, wenn beim nächsten Mal mehr Crews den Weg in den italienischen Frühling auf sich nehmen würden. Wir finden, es lohnt sich.

Let´s Race Bad Zwischenahn – Erlebnisse zweier Seascape-Rookies

von Silvia und Martin Breyer, GER 226

Erzählt haben sie in der Vergangenheit ja viel – die Seascaper: „Nette Truppe, spannende Regatten, viel gegenseitiges Lernen, es soll auch „gemütliche“ Touren geben,  ….“.
Und das haben sie noch getoppt. Wie das?

Die Aufnahme in die Klassenvereinigung im vergangenen Jahr ist von Anfang an herzlich. Die Motivation zur Regattateilnahme nachhaltend. Und dann haben auch wir es gewagt: Anmeldung und Teilnahme am ZSK-Seascape18-Summerrace in Bad Zwischenahn.

Wie geht das jetzt nochmal? Alles mal nachschauen auf der informativen Homepage des ZSK, Anmelden über raceoffice.org – das geht wirklich, auch wenn das Formular unbedingt ein drittes Crew-Mitglied fordert.

Auch die kurzfristig zu organisierende Mitgliedschaft in einem Segelverein ist keine allzu große Herausforderung.
So einige Tage vorher steigt dann doch die Anspannung – bei uns eher mit Blick auf die ganze Logistik. Boot in Workum abriggen, nach Bad Zwischenahn trailern, aufriggen, irgendwie ins Wasser bekommen, gleich starten? Oder kann man sich noch einfahren? Revier kennenlernen? Werden wir bis zum Grillevent auch wirklich zurück sein?

an Steg und Dalben

an Steg und Dalben

Es gibt schon ein paar Fragen …..
Die einschlägige Literatur hilft im Vorfeld segeltechnisch weiter: Taktik an der Kreuz ist „eh klar“. Ok, ok: Die Regeln an den Tonnen fragen wir nochmals gegenseitig ab …. Wie gut ist doch so eine Anreise.

Und in dieser spannungsgeladenen Vor-Wettkampfphase kommt … weiterlesen

Bad Zwischenahn: fünf Wettfahrten in Superstimmung

Bad Zwischenahn, 22.6.15. Zum dritten Mal in Bad Zwischenahn: das ZSK-Seascape18-Summerrace – diesmal mit mehr Wind, dafür weniger Sonne als in den beiden Vorjahren. Stimmung deshalb sehr gut, Gastgeber Jörg Gubo und Wettfahrtleitung unter Jan Kramer hilfsbereit und hervorragend, toller Sport, spektakulär-phantastischer Blick vom Clubhaus auf das Zwischenahner Meer.

Abendstimmung am Zwischenahner Meer - ohne weitere Worte

Abendstimmung am Zwischenahner Meer – ohne weitere Worte – Foto: Jan Kramer

Ein erstes Fazit „am Tag danach“: Durch zwei Jahre Seascape-Regattasegeln haben sich alle Crews seglerisch klar verbessert, gute Freundschaften sind entstanden; das Feld liegt sportlich enger beieinander.

Die Sieger des ZSK Summerrace Thomas Jungblut (re) und Christian Filseth

Die Sieger des ZSK Summerrace Thomas Jungblut (re) und Christian Filseth

Heinz-Cristian und Charlotte Bock holten souverän den 2. Platz

Heinz-Cristian und Charlotte Bock holten souverän den 2. Platz

Ergebnisse:

Platz Segelnr Skipper Crew Ergebnisse Gesamtpunkte 
1 GER 159 Thomas Jungblut Christian Filseth 1/1/1/1/(DNS) 4,0
2 GER 111 Heinz-Christian Bock Charlotte Bock (4)/2/2/2/1 7,0
3 GER 141 Jörg Gubo Stephan Mais
Stefan Steinhagen
3/3/(4)/4/3 13,0
4 GER 120 Jochen Denkena Ben Tyko Denkena 2/4/(5)/3/5 14,0
5 GER 99 Maren Winkel Carsten Ginter (5)/5/3/5/4 17,0
6 GER 177 Thomas Hummels Friederike Morhard (6)/6/6/6/2 20,0
7 GER 226 Martin Breyer Silvia Breyer (7)/7/7/7/6 27,0

zum Download und ausdrucken
und hier gehts zum Teilnehmer who-is-who

Übrigens: Zwei Seascape-Rookies aus Köln waren zur Freude aller auch dabei und hatten ihre ganz eigenen Eindrücke.

Impressionen (Fotos von Irmi Hofrogge und Silvia Breyer):

 

German Open in Warnemünde Teil des Central European Cups

Warnemünde, 12.06.15. Die German Open ist Teil des Central European Cups CEC. Es gibt eine gemeinsame Wertung mit Austrian Open und den Slowenian Open. 

Ein paar organisatorische Verbesserungen gibt es auf der Warnemünder Woche 2015 für die Seascape 18-Klasse. Wir segeln auf Bahn „Foxtrott“ östlich des Fahrwassers, bleiben also auf der Seite des Yachthafens „Hohe Düne“. Ein deutlich kürzerer Weg zur Regattabahn.
Alle Liegeplätze befinden sich an Steg „E“.
Am landseitigen Ende des Stegs befindet sich auch das Regattabüro und der Wagen für das Anlegebier.
Die Fähre über die Warnow ist für alle Teilnehmer kostenlos.
Deshalb jetzt hier gleich melden. Es dauert nur fünf Minuten. Hier die Ausschreibung zum Download.2135_1599_1_r

German Open 5. bis 7. Juli: Der Ostseeknüller vor Warnemünde

Warnemünde, 21.05.15. Die German Open, die auch in 2015 im Rahmen der Warnemünder Woche vom 5. bis 7. Juli stattfindet, ist der sportliche Jahreshöhepunkt der deutschen Seascaper.
Die Ostsee vor Warnemünde gilt unter sehr erfahrenen Regattaseglern als das schönste deutsche Segelrevier. Darüber kann man natürlich nächtelang debattieren, weil jeder so seine Lieblingsreviere hat. Unbestritten ist aber, dass dieses Revier oft guten Wind produziert und nicht so tricky ist wie manches andere. Bei der Entscheidung für einen deutschen Olympiastandort sprachen sich zumindest viele prominenter Segler für Warnemünde aus, wenn es nur um das rein Seglerische gehen sollte.
Die 14 Boote, die 2014 nicht nur das Revier kennen lernten, sondern auch Nightlive und Strand in Warnemünde  genossen, waren voll des Lobes.logo_78_warnemuender_woche
Für 2015 konnte die KV ein paar organisatorische Verbesserungen erreichen:
1. Unsere Regattabahn liegt jetzt nicht mehr eine Segelstunde entfernt ganz im Westen, sondern auf der östlichen Seite der Fahrrinne nach Schweden – also vor der Haustür der Yachthafenresidenz Hohe Düne. Wir sparen so viel Zeit. Und liegen wieder im Yachthafen „Hohe Düne“.
2. Das Stegbier gibt es diesmal wirklich auf dem Steg.
3. Der Veranstalter kennt jetzt besser die Leistungsfähigkeit unserer Boote und kann bei den Wettfahrten die Seetauglichkeit besser einschätzen und den Bootsspeed bei bestimmten Bedingungen.

Übrigens: Wer bei den Seascapern ernsthaft glauben sollte, für eine German Open müsse er noch Erfahrung sammeln, irrt. Der echte und gefühlte Platz ist auf der Ostsee einfach größer als auf jedem anderen Binnenrevier. Die Startlinie war in 2014 auch länger. Also: Herzlich willkommen zur German Open – erst recht allen, die bisher noch keine Veranstaltung besuchen konnten.

Deshalb jetzt hier gleich melden. Es dauert nur fünf Minuten. Hier die Ausschreibung zum Download.

Crewbörse

Hier entsteht gerade die (zukünftige) Crewbörse der KV.
Wer einen Vorschoter oder Vorschoterin oder gar Steuermann/-frau sucht (dauerhaft oder zeitweilig), kann das hier tun.
Wer umgekehrt einen Platz an Bord sucht, nur zu.

Nutzt dazu einfach die Kommentarfunktion hier und übermittelt euer „Gesuch“ oder „Biete“. Dann erscheint hier euer Wunsch – und das einsame Segeln ist vorbei:

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Müritzwoche: entspanntes Cruising im August 2015

Müritz, 1. bis 8. August 2015. Nachdem in 2013 das Wattenmeer rief und 2014 acht Seascapes rund Rügen gesegelt sind, heißt es in 2015: Die KV trifft sich unter Freunden auf der Müritz und macht eine Müritzsternfahrt von einem festen Standort aus. Also kein Regattaevent, sondern gemeinsames Segeln unter Gleichgesinnten.

DSC_0110Die Seascaper schlafen in Ferienhäusern oder direkt auf dem Boot. Thomas Ziegler GER 156 hat die Woche organisiert und kennt die Müritz wie seine Westentasche. Am besten jetzt gleich bei ihm anmelden (Mailadresse und Rufnummer im Programm). Übrigens: Die acht Rügenboote aus 2014 sind alle wieder dabei. Für alle neuen gilt: Lasst es euch nicht entgehen …

Das Programm und die Anmeldedaten findet ihr hier: Seascape 18 Müritz Sternfahrt 2015

Rheinwoche als die „Schlacht am Rhein“

Walluf, 17.6.2015. Die älteste und größte Flussregatta Europas wurde von der „Yacht“ diesmal als „Schlacht am Rhein“ beschrieben.
José Katzenstein war mit seiner Seascape 18 dabei und berichtet:

„Über die Pfingsttage fand vier Tage lang von Freitag bis Pfingstmontag die Rheinwoche vor Walluf im Rheingau statt.

Die Rheinwoche findet seit 1922, also seit nunmehr 93 Jahren statt und ist damit die älteste Flussregatta Europas und sie ist auch die meistbesuchte Regatta. Bis zuletzt wurde gezittert. Die Sperrung der Schiersteiner Brücke und das Hochwasser der vergangenen Tage hätten beinahe die größte Regatta am Rhein unmöglich gemacht. Zum Glück wendete sich das Blatt und rechtzeitig vor Pfingsten wurde die Schiersteiner Brücke geöffnet und die Pegelstände sanken unter die Hochwassermarke I.

(Die Bildergalerie stammt von den Seascapeteilnehmern und von rheinwoche.org – zum Vergrößern klicken)

Pünktlich am Freitagabend wurden die über 400 Teilnehmer begrüßt, die mit 130 Booten (auf Grund der Revierbedingungen auf dem Rhein musste die Teilnehmerzahl der Schiffe auf 130 Boote begrenzt werden) aus ganz Deutschland, Österreich, Belgien, England und den Niederlanden angereist waren. Die weiteste Anreise hatten Segler aus London und der wohl prominenteste Teilnehmer war Prinz Luitpold von Bayern, mit seinem Schiff „König Ludwig“.

Es segelten alte Traditionsboote wie Schärenkreuzer, Binnenkieler und 45 nationale Kreuzer neben modernen Kielbooten wie der Esse oder den J-Klasse Booten. Außerdem starteten die Klassen Drachen, Trias, Yingling, Pirat, Karavel, Sailhorse, Seascape 18 und die H-Boote und Dyas, die mit jeweils 13 Booten die größten Teilnehmerzahlen stellten.

Bei den Seascape 18 waren 3 Boote (Mojo [GER 111], Magic Mushroom [GER 042] und Venga [GER 156]) am Start von den 6 angemeldeten.

Leider konnten nur am Pfingstsamstag, bei schwachen Nordwinden, zwei Wettfahrten durchgeführt werden. Für manche Boote ohne Motor war es anschließend nicht einfach, gegen den Strom in den Wallufer Hafen zurückzukehren. Segelschiffe mit Motor und Begleitboote „schleppten“ die Boote zurück nach Walluf beziehungsweise an den Startpunkt für eine zweite Wettfahrt von Schierstein aus.

Je nach Leistungsklasse der Boote wurden Rundenkurse, eine verkürzte Langfahrt oder eine Talfahrt ausgeführt. Am Abend reichte der Wind bei den schnellen Booten noch für die Ausrichtung eines Medal-Race um das „Blaue Band“ des schnellsten Schiffes.

Am Sonntag, wo es mangels Wind nicht gesegelt werden konnte, gab es dafür reichlich königliches Freibier (ausgegeben vom Prinz Luitpold von Bayern), ein buntes Unterhaltungsprogramm mit einem Busausflug in den Rheingau, eine Wanderung in den Schiersteiner Hafen und ein Bootskorso den Rhein hinab in die Eltviller Aue, vorbei an der malerischen Silhouette Eltvilles und eine Weinprobe mit Rheingauer Wein am Abend.

In der Klasse Seascape 18 belegten nach den nur zwei Wettfahrten Charlotte und Heinz-Christian Charlotte Bock (Mojo) den ersten Platz, gefolgt von Carmen und José Katzenstein (Magic Mushroom) und Thomas Ziegler und Lorenz (Venga).“

Alle Ergebnisse aller Klassen sind im Detail abrufbar unter: Ergebnisse total
und hier die Seascapeergebnisse

Regattatermine 2015

Düsseldorf, 17.01.15. Die deutschen Ranglistenregatten stehen fest. Auf der Mitgliederversammlung der Klassenvereinigung wurden die nationalen und internationalen Regatten vorgestellt. Eine Ranglistenwertung gibt es bei mindestens 10 Booten an der Startlinie:

1. Traunseewoche / Österr. Staatsmeisterschaft 14.-16. Mai Ranglistenfaktor RLF 1,2 – zur Ausschreibung und zur Meldung

2. Rheinwoche 23.-25. Mai, Walluf, RLF 1,0 – zur Ausschreibung und zur Meldung

3. Zwischenahner Meer Summer Race 20.-21. Juni, RLF 1,0 – Ausschreibung des ZSK und Meldung über Raceoffice.org

4. German Open Warnemünder Woche 5.-7. Juli, RLF 1,5 –
Der sportliche Jahreshöhepunkt der Seascaper: Die Klassenplanung, die Bahnverteilung. Ausschreibung. Zur online-Meldung geht es hier – in 5 Minuten ist das erledigt.

5. Eurocup Gardasee 9.-11. Oktober, RLF 1,2 – Ausschreibung

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Der internationale Seascape-Event-Kalender (nicht nur Regatten) bietet (fast) jede Möglichkeit, sich europaweit mit Freunden zu treffen. Im Detail auf der Seascape-Hersteller-Website.

Rund Rügen mit der Seascape – Abenteuer mit Suchtpotential

Von Thomas Ziegler GER 156

Die Kreidefelsen rufen

Steile Ostseewelle, 22 Knoten Wind, Sonne und an Backbord die weltberühmten Kreidefelsen. Und wir in unseren 18 Fuß-Booten. Seascapes, die sich vor dem Nationalpark Jasmund vor Rügen bewähren mussten. Und die nur wenige Stunden später im Hafen von „König Lohme“ lagen."Du wirst die Welt niemals richtig genießen, bis nicht das Meer durch Deine Adern fließt, dich der Himmel zudeckt und die Sterne Dich krönen." (Thomas Traherne)
Aber der Reihenfolge nach, denn der Höhepunkt unseres Wochentörns kam natürlich nicht gleich am Anfang. Schon während der Eventvorstellung im Januar zur Mitgliederversammlung der Klassenvereinigung stand für mich fest, dass ich auf jeden Fall an der Rügenflottille vom 09.08. bis 16.08. 2014 teilnehmen wollte.
Da meine Frau und ich schon unseren Sommerurlaub in Lauterbach verbracht haben, konnte ich sie nicht dazu überreden ein zweites Mal die Anfahrt von 800 km innerhalb eines Monats und die Übernachtung im winzigen Boot auf sich zu nehmen. Kurzerhand wurde mein Kumpel Gregor gefragt, der sofort Feuer und Flamme von der Idee war. Somit wurde es also ein „Jungsurlaub“.

Für uns war es die erste Teilnahme an einer Seascape Klassenvereinigungsveranstaltung. Von den weiteren Teilnehmern kannten wir allenfalls flüchtig einige von der Mitgliederversammlung. Eine gewisse Nervosität kurz vor der Anreise konnte ich nicht verleugnen. Was würde mich erwarten? Hoffentlich sind die Leute nett. Wie funktioniert das Schlafen mit einem Kumpel statt meiner Frau auf dem engen Boot? Aber die Vorfreude auf eine tolle Segelwoche überwog und all diese Bedenken stellten sich schnell als vollkommen unbegründet heraus.

Am Morgen des 09.08. war es nun endlich soweit. Um 4:30 Uhr fuhr ich aus meiner Heimat nahe Frankfurt los. Mit Gregor war ich nördlich von Hannover um 8:30 Uhr verabredet. Er reiste aus Düsseldorf an. Das Navi zeigte bis zum Treffpunkt knapp 400 km. Ich war also vollkommen im Plan.
Schon während der Fahrt wurden …. hier weiterlesen