Testhotspots: Segler treffen Segler

11. Januar 2016. Die Deutsche Seascape 18 Klassenvereinigung richtet für die Saison 2016 einige Testhotspots ein. Hier können sich alle an diesem Boot interessierten Segler mit erfahrenen Seascapern mal auf einen Probeschlag treffen. Direkter Erfahrungsaustausch von Segler zu Segler. 
Möglich wird das durch das ehrenamtliche Engagement von Bootseignern: Seascaper aus ganz Deutschland nehmen gerne mal am Boot interessierte andere Segler mit. Wer die Seascape also mal haut- und wassernah und authentisch kennenlernen will, meldet euch.
Es geht ganz einfach:
1. Nur über das untere Meldeformular und mit euren Kontaktdaten und der Angabe eures gewünschten Testhotspots.
2. Der Seascape-Bootseigner am Hotspot wird mit euch Kontakt aufnehmen und einen Termin ausmachen. Bitte berücksichtigt ein bisschen, dass wir das in unserer Freizeit ausschließlich aus Begeisterung zum Boot machen und das Probesegeln deshalb auf zwei Stunden beschränkt ist.

Hier die jeweils aktuelle Karte mit den schon eingerichteten Testhotspots (einfach auf den Hotspot klicken für weitere Informationen):

Über das untere kurze Meldeformular mit euren Kontaktdaten könnt ihr euer Interesse bekunden, wenn ihr in der Saison 2016 mal das Boot näher kennenlernen wollt.
Wegen des Aufwandes hat jeder Segler sicherlich Verständnis, dass für das Probesegeln eine Organisationsgebühr in Höhe von 48 € fällig wird. Diese ist vorab auf das Konto der Klassenvereinigung zu überweisen. Falls ihr dann ein Boot kaufen solltet und Mitglied der Klassenvereinigung werdet, wird euch allerdings der erste Jahresbeitrag komplett erlassen. Also: auf zum Probesegeln!

Konto:
Deutsche Seascape 18 Klassenvereinigung eV
Oldenburgische Landesbank
IBAN: DE11 2802 0050 1185 3348 00
BIC: OLBODEH2XXX

Bitte gebt bei der Überweisung im Verwendungszweck „Hans Mustermann Testsegeln Hooksiel“ oder „Hans Mustermann Testsegeln Koblenz“ – also euren Namen in Kombination mit dem gewünschten Testhotspot an. Nach Geldeingang wird dann der Hotspot (Namen der Skipper findet ihr in der Karte) mit euch telefonisch oder per Mail zur Terminabsprache Kontakt aufnehmen.
Und hier geht es zur Anmeldung für bestimmte Smartphones und Tablets.

Erstellen Sie Ihre eigene Umfrage zu Nutzerfeedback.

Internationale Seascape Klassenvereinigung gegründet – Class Rules und Regattaserie

Düsseldorf, 24.1.16. Es geht weiter aufwärts mit der wachsenden Sportbootklasse der Seascape 18. Seit kurzem gibt es eine Internationale Seascape 18 Klassenvereinigung. Gegründet wurde die „ISCA“ in Düsseldorf im Rahmen der boot. Die Class Rules und die internationale sportliche Zusammenarbeit waren der Gründungsanlass.
Gründungsmitglieder sind die slowenische Klassenvereinigung, die englische und deutsche KV und die Seascapewerft selber. Österreicher, Dänen und Franzosen hatten sich für das Gründungstreffen in Düsseldorf entschuldigt, aber prinzipiell ihr Interesse und ihre Unterstützung signalisiert. Die Gründungs-KVen waren sich einig, dass bestimmte sportliche Fragen wie internationale Regattaserien und insbesondere die Class Rules nur international geregelt werden können. Es war deshalb für alle ein Vergnügen, die länderübergreifende Zusammenarbeit zu besprechen und gemeinsam voranzubringen.

Teilnehmer der 1. Internationalen Seascape 18 Beratungen vlnr. Jure Jerman, Andraz Mihelin, Heinz-Chr. Bock, Thomas Hummels, Peter Wanstall, Jochen Denkena

Teilnehmer der 1. Internationalen Seascape 18 Beratungen vlnr:  Jure Jerman SLO, Andraz Mihelin SLO, Heinz-Christian Bock GER, Thomas Hummels GER, Peter Wanstall GBR, Jochen Denkena GER

Deshalb konnte bei der Gründung auch schon die Satzung beraten und einstimmig verabschiedet werden. Der Fokus lag dabei auf einem gesunden Pragmatismus („keep it simple“), ohne den nationalen Organisationen ihre Verantwortlichkeiten zu nehmen.

Mitglied in der International Seascape 18 Class Association (ISCA) können alle nationalen Klassenvereinigungen werden, in denen sich Eigner zusammenschließen und entsprechend ihrer Satzung eine Vertretung wählen. Die nationalen Klassenvereinigungen, die bei der Gründung noch nicht dabei sein konnten, sind eingeladen und herzlich aufgefordert, beizutreten.

Die Administration und Organisation der ISCA obliegt dem Executive Committee, in das die nationalen KVs je einen Vertreter entsenden. Dazu kommt ein weiterer Vertreter des Copyright Holder, also der Seascapewerft in Slowenien.
Die Mitglieder des Executive Committee sind: Andraz Mihelin (Copyright Holder), Jure Jerman (SLO, vice–chairman) und Heinz-Chr. Bock (GER, chairman).

Das Executive Committee wird von einem Technical Committee unterstützt, das sich im Wesentlichen um die Klassenregeln und deren Einhaltung  kümmern soll. Es setzt sich aus mindestens zwei Vertretern der nationalen KVs und einem Vertreter des Copyright Holder zusammen.
Als Mitglieder des Technical Committee wurden benannt: Andraz Mihelin (Copyright Holder), Dejan Presen (SLO), Heinz-Chr. Bock (GER) und Jochem Visser (NED).

Neben der Gründung der ISCA wurde auch eine sportliche Zusammenarbeit vereinbart, in Form einer länderübergreifenden Regatta-Serie, dem Central European Cup.
Der CEC wird aus den Austrian Open/Traunsee, den Slovenian Open/Portoroz, den German Open/Walchensee und der großen Abschlussregatta auf dem Gardasee gebildet.
Die genauen Modalitäten werden z. Z. ausgearbeitet. Die offizielle Notice of Race wird rechtzeitig zum Saisonstart vorliegen.
Wir hoffen, dass diese Regattaserie als Vorbild auch andere Regionen zur sportlichen Zusammenarbeit motiviert.

Satzung der ISCA zum download / Constitution of International Seascape 18 Class Organisation ISCA for download

Spirit of Seascape Award an deutsche Klassenvereinigung verliehen

Ljubljana, 1. Dezember 15. Riesenehre für alle deutschen Seascapesegler: Der diesjährige internationale Spirit of Seascape Award ging an die Deutsche Seascape 18 Klassenvereinigung – wegen der tollen Community und dem freundschaftlichen Geist der deutschen Seascaper, die sich laufend treffen, fachlich austauschen, gegenseitig helfen und freundschaftlich verbunden sind. Das sei der wahre Seascapespirit, wie Laudator Andraz Michelin von der Seascapewerft betonte.

Andraz Michelin (re) und Jon Brecelj bei der Preisverleihung

Andraz Michelin (re) und Jon Brecelj bei der Preisverleihung

Seascapetypisch ging es auch nicht steif und förmlich zu, als Andraz Mihelin auf der jährlichen Seascapeparty in Sloweniens Hauptstadt Ljubljana am vergangenen Wochenende nicht nur sportliche Siegerehrungen vornahm und den Dealer of the Year kürte, sondern die deutschen Segler auf das Podium bat. Andraz nannte die Ehrung „most important, giving our Seascape Spirit award to sailors who made a special contribution to our community in 2015″.der Preis FullSizeRender (1)
Andraz begründete die Preisverleihung dazu auf gewohnt lockere Art: „This year the Seascape Spirit award goes to German Seascape18 community! For the last two years, your owners association has been growing constantly, you put a lot of effort in connecting people, organizing events, building a website with quality content so we can say that at this moment you are the biggest and best organized Seascape18 owners association in the world. You all represent the Seascape Spirit idea and this way we would like to thank you for your engagement.“
Mit den ersten und zweiten Klassensekretären Jochen Denkena und Thomas Hummels freuten sich die KV-Mitglieder Cliff Fichtner, Yogi und Sabine Haekel, die ebenfalls in Ljubljana dabei waren.

Jochen Denkena bei seinen Dankesworten und der Vorstellung unseres Programms 2016 - zusammen mit den anderen deutschen Seascapern, die in Ljubljana dabei waren

Jochen Denkena bei seinen Dankesworten und der Vorstellung des Programms 2016 – zusammen mit den anderen deutschen Seascapern, die in Ljubljana dabei waren.

Jochen Denkena betonte in seiner Dankesrede vor den aus der weltweiten Seascapewelt angereisten Sportlern und Händlern, dass alle deutschen Seascapesegler, die sich in der Klassenvereinigung zusammen geschlossen hätten, diesen Seascape-Spirit in sich tragen würden und deshalb die Veranstaltungen auch kontinuierlich mehr Zuspruch bekämen: Zur Cruisingveranstaltung auf dem IJsselmeer im Juli 2016 kämen 17 Boote für eine Woche zusammen, zur German Open auf dem Walchensee rechnet die KV mit 20 Booten.

Übrigens: Die slowenische Hauptstadt präsentierte sich weltoffen- modern mit viel jungem Publikum in den Straßen. Die Partylocation wurde von den Angereisten treffend als „cool“ bezeichnet.

FullSizeRender (3)

DSC_5368 2

FullSizeRender (2)

coole Partylocation in Ljubljana

coole Partylocation in Ljubljana

FullSizeRender (1)

Burg in Ljubljana

Burg und Fluss in Ljubljana

Thomas Hummels (links) und Jochen Denkena (Mitte) freuen sich über die große Ehre, den "Spirit of Seascape Award 2015" für die deutsche Seascape-Community entgegen genommen zu haben. Das dritte sehr aktive Vorstandsmitglied der KV, Heinz-Christian Bock, war leider geschäftlich verhindert.

Thomas Hummels (links) und Jochen Denkena (Mitte) freuen sich über die große Ehre, den „Spirit of Seascape Award 2015“ für die deutsche Seascape-Community entgegen genommen zu haben. Das dritte sehr aktive Vorstandsmitglied der KV, Heinz-Christian Bock, war leider geschäftlich verhindert und musste nach Aussagen seiner Seascapefreunde gerade „anderweitig die Welt retten“.

Das Resümee der deutschen Sportler: Ljubljana wir kommen wieder, liebe Seascapewerft wir kommen wieder!
Neuigkeiten gab es natürlich auch: Die Seascape 24 wurde vorgestellt. Für alle, die sie dann in Natura bewundern wollen: Auf der boot in Düsseldorf steigt die Weltpremiere.

Die beiden neuen Bootseigener und KV-Mitglieder Yogi und Sabine Haekel (links) holten ihr Boot am Rande der Seascapeparty in Slowenien ab. Thomas Hummels (Mitte) und Cliff Fichtner (rechts) halfen beim ersten Aufriggen und so verschwanden die vier segelnder Weise nach der Bootstaufe auf der Adria vor Portoroz und hatten so viel Spaß am ersten Advent, dass der Hafen erst wieder in der Dunkelheit angelaufen wurde. Das ist Seascape Spirit!  Übrigens: Vor einem Jahr kannten sich die vier noch gar nicht.

Die beiden neuen Bootseigener und KV-Mitglieder Yogi und Sabine Haekel (links) holten ihr Boot GER 313 am Rande der Seascapeparty in Slowenien ab. Thomas Hummels (Mitte) und Cliff Fichtner (rechts) halfen beim ersten Aufriggen und so verschwanden die Vier segelnder Weise nach der Bootstaufe auf der Adria vor Portoroz und hatten so viel Spaß am ersten Advent, dass der Hafen erst wieder in der Dunkelheit angelaufen wurde – und zwar unter Segeln kreuzend durch die Fahrrinne bis zur Slipanlage. Das ist Seascape-Spirit!
Übrigens: Vor einem Jahr kannten sich die Vier noch gar nicht.

Nach der Bootstaufe auf der Adria vor Portoroz am ersten Adventswochenende: Die sicherheitsbewußte Crew hat dem zweitwertvollsten Teil an Bord eine orangefarbene Schwimmweste zur Kühlung angezogen (der Champagnerflasche) - Seascape-Spirit!

Nach der Bootstaufe auf der Adria vor Portoroz am ersten Adventswochenende: Die sicherheitsbewußte Crew hat dem zweitwertvollsten Teil an Bord eine orangefarbene Schwimmweste zur Kühlung angezogen (der Champagnerflasche) – Seascape-Spirit!

weiter mit: 30 Segler auf der Müritz 2015

Ein Bericht von „Rascal“, dem Neuen, und seiner Crew Barry Davies, Alex Seiß und Annika Danielczyk
GER 292

weiter: Wir legten als Vorletzte im Bolter Kanal ab und auf der Müritz sahen wir bereits… die überwiegend roten Gennaker der vorderen Seascapes. Oh ha! Wir setzten unsere von  Heinz gewonnenen Gennaker-Kenntnisse sofort um und setzen unseren neuen blauen Gennaker zum ersten Mal zu zweit. Heinz im folgenden Boot hat seine Freude darüber nachher bestätigt! Dank eines günstigen Windes kamen alle Boote fast gleichzeitig in Sietow an. Wir waren ein bisschen Stolz auf uns. Es ist ein tolles Erlebnis mit so vielen Seascapes in einen kleinen Hafen einzulaufen. Wir fühlten uns sofort als „Seascaper“.

Flottenparade

Flottenparade auf der Müritz

In Sietow (kleiner Ort mit schön erhaltenen Bootshäusern) genießen wir einen kleinen Imbiss bei hohen Temperaturen! Danach ging es zurück zu unseren Booten. Wir legten alle ab und setzten bei gutem Wind die Segel, inklusive Gennaker. Ein tolles Bild. Leider schlief nach dem ersten Drittel der Strecke der Wind komplett ein und wir mussten alle den Außenborder zu Hilfe nehmen. Nach einer Weile sahen wir einen Vorschoter winken. Natürlich fuhren wir direkt hin und gaben dem überzeugten Torqeedo-Fahrer unsere Schlepphilfe für die verbleibenden 3 Seemeilen.

Am Abend trafen wir uns alle in der Bolter Mühle und ließen den Abend gemütlich ausklingen. Natürlich wurde wieder viel übers Segeln gefachsimpelt.

TAG 3, Montag 03.08.2015
Wetter: über 30 Grad, Sonne und Plopp Nord Plopp (kein Wind)

Dies war genau der richtige Tag zum Paddeln, als ob Thomas die Tour auch mit dem Wettergott abgestimmt hat. Nach dem Aufteilen auf die Kajaks und Kanadier ging es los. Ein Seascaper und paasionierter Paddler gab noch einmal allen eine Kurzanleitung zum Paddeln, schliesslich sind wir ja Segler!

Seascaper sind mit Wasser vertraut, selbst wenn sie die Schoten mit dem Paddel tauschen müssen

Seascaper sind mit Wasser vertraut, selbst wenn sie die Schoten mit dem Paddel tauschen müssen

Es war ein großer Spaß, auch eine „Libelle“ mit vier Flügeln war dabei und erhielt in der Kür die beste Punktzahl. Wir paddelten durch eine faszinierende Landschaft mit schmalen Kanälen voller Seerosen und kleinen Seen mit schilfbewachsenen Ufern. Der Weg führte durch das Naturschutzgebiet vom Bolter Kanal über den Carpsee zum Woterfitz See und zurück. Auf halben Weg machten wir Rast bei Paddel Paul. Alle hatten Spaß und keiner blieb trocken.

Am Abend folgte bereits das nächste Highlight: Floßdinner! Mit den Autos fuhren wir zum Canower See, wo das Floßdinner stattfinden sollte. Außer Thomas, welcher einen Bericht darüber im Fernsehen gesehen hat, hatte keiner eine Vorstellung, was uns erwartet. Wir gingen an Bord, der zwei miteinander verbundenen Flöße. Die Kinder und Jugendlichen entschieden direkt, dass ein Floß ihnen gehört. Günter, unserer Motorbootfahrer des Begleitbootes und bald auch Seascaper (dies ist aber eine andere Geschichte), übernahm das Kommando des Kinder-Floßes und legte nach ordentlicher Versorgung mit Getränken ab. Gemütlich führen wir durch kleine Seen und Kanäle dem Sonnenuntergang entgegen und es war eine total entspannte Atmosphäre mit vielen Gesprächen untereinander. Plötzlich konnte man ein Splash hören und alle sagten nur „Carsten“. Er nutzte das tolle Wasser für eine Abkühlung. Zum Essen lagen beide Boote im Päckchen. Das Essen war auf kleinstem Raum vorzüglich zubereitet.

TAG 3, Dienstag, 04.08.2015
Wetter: über 30 Grad, Sonne, max. leichte Winde

Auf dem Programm stand eine Segeltour nach Waren, dem nördlichsten und größten Ort an der Müritz, ca. 10 Seemeilen entfernt. Bereits zum Start wurde besprochen, dass jede Crew entscheiden kann, wie weit sie mitsegelt. Besonders die Crews mit Kindern entschieden aufgrund der Hitze abzubrechen und vom Boot aus baden zu gehen. Auch wir segelten nicht bis zum Ende mit und übten einige Manöver. Die Hälfte der Boote trotzte aber der Hitze mit viel Feingefühl und Geduld.

leichte Winde zum Anfang ließen die Seascapes unter Gennaker segeln, während viel größere "Pötte" auf der Müritz eher standen

leichte Winde zum Anfang ließen die Seascapes unter Gennaker segeln, während viel größere „Pötte“ auf der Müritz eher standen

In der Bucht vor  Waren gab es eine spontane Zieländerung und die Seascaper trafen sich im Hafen Klink. Anschließend wurden alle, die sich bis Klink durchgekämpft hatten, mit einer schönen Brise und bis zu 16 kts auf dem Rückweg belohnt.

Abends trafen wir uns zum Grillen zwischen den Ferienhäusern der Familien Bock und Ziegler. Natürlich wurde der Tag seglerisch ausgewertet, auch das plötzliche Auftauchen von neuen Gefahrentonnen. Selbst das Gewitter konnte uns nicht abhalten. Auch dieser Tag wird allen in Erinnerung bleiben.

TAG 4, Mittwoch 05.08.2015
Wetter: 30 Grad, Sonne, max. leichte Winde

Auf dem Programm stand eine Radtour durch das Naturschutzgebiet nach Waren. Aufgrund des heißen Wetters sind nicht alle mitgeradelt, auch wir nicht. Alle die dabei waren, waren von der Landschaft im Nationalpark und der anschließenden Bootsfahrt über die Müritz begeistert.

TAG 5, Donnerstag 06.08.2015
Wetter: 30 Grad, Sonne, leichte Winde

Ablegen zum Fotoshooting! Das Ziel war Rechlin an der kleinen Müritz und danach der Gutshof Ludorf. Zunächst stand aber ein Fotoshooting für die Webseite der KV und für einen Bericht im Segelmagazin an. Natürlich wurden die Gennaker ausgepackt. Dabei war schon an den vergangenen Tagen auffällig, dass die Farbe rot sehr überwiegt. Der Grund ist uns bis heute nicht ersichtlich. So konnten wir die Seascaper-Gemeinschaft neben einem orangen, einem grünen und einem weißen Gennaker um die Farbe blau erweitern. Auch das Segeln unter Gennaker klappt bei uns in der Zwischenzeit gut. Unser Seascaperfeld ist gut zusammengeblieben, so dass tolle Fotos entstanden.

Die Seascape 18 beherrscht farblich die Müritz

Die Seascape 18 beherrscht farblich die Müritz

Ob hier jeder weiß, wer welches Wegerecht hat?

Ob hier jeder weiß, wer welches Wegerecht hat?

in Reih und Glied

in Reih und Glied

grün-weiß-rot: trotzdem Müritz und nicht Italien

grün-weiß-rot: trotzdem Müritz und nicht Italien

Farbenspiele

Farbenspiele

32 qm Gennaker sorgen für Vortrieb

32 qm Gennaker sorgen für Vortrieb

Aufmarsch der Gerechten, die das gute Wetter verdient hatten?

Aufmarsch der Gerechten, die das gute Wetter verdient hatten?

Diese konnten aber nur durch Günter entstehen, der das Begleitboot fuhr und durch Yvonne Ziegler und Thomas Hummels, die all diese Fotos geschossen haben. Vor Rechlin bildete sich, auf mittlerweile platter Müritz, ein Badefloß aus Seascapes. Wir wollten noch eine Weile mit einigen anderen Booten Richtung Rechlin segeln. Kurz vor der kleinen Müritz beschlossen wir aber abzudrehen, da 15.30 Uhr Treff am Gutshof Ludorf war. Wir segelten an der Badeplattform vorbei und segelten einen größeren Schlag nach Ludorf. Da kam uns das Motorboot entgegen, aber ohne Günter, dieser hatte mit Michael getauscht und wurde jetzt zum Seascaper!

In Ludorf angekommen waren zunächst lange Festmacher gefragt. Man konnte von allen Booten nur hören: Bitte noch einen Festmacher! Nachdem alle Boote festgemacht hatten, liefen wir zum Gutshof Ludorf, ein ganz besonderer Ort für Thomas und seine Frau Yvonne! Im Park stand eine weiße gedeckte Tafel, welche auf uns Seascaper wartete. Nach einer Erfrischung im Schatten und einer sehr interessanten Führung des Gutsherren durch das Gut nahmen wir an der Tafel Platz. Einem fürstlichen Menu folgte eine Heimfahrt durch die beginnende Nacht. Gegen 22.30 Uhr frischte der Wind auf und einige segelten durch die Nacht zurück zum Bolter Kanal.

TAG 6, Freitag 07.08.2015
Wetter: 26 Grad, Sonne, zunächst Flaute, dann bis zu 16 kts

Die Seascaper versammelten sich zur Funregatta-Besprechung am Bolter Kanal. Es wurden schon Badepläne geschmiedet, aber wir sind ja Segler und so fuhren wir mal raus, um die Lage zu checken. Langsam segelten wir zur Startlinie. Kurz vor dem ersten Start frischte der Wind zum Glück deutlich auf. Schon 10 kts. Es konnte losgehen! Für uns war dies die erste Regatta seit Jahren, dementsprechend war unsere Nervosität. Wir wollten bloß nicht mit riesigem Abstand dem Feld hinterher fahren. Wir waren die letzten über der Startlinie und wir konnten den Abstand zum Feld fast halten. Puh dies war schon mal geschafft. Gerade im direkten Vergleich spürt man, wo man steht. So werden wir nach der RAID uns ganz besonders mit dem Segel- und Bootstrimm auseinandersetzen. Bei dem guten Wind wurde kurzerhand eine 2. Wettfahrt gestartet. Wir legten einen guten Start im Mittelfeld hin. Dann sagte uns Carsten: „Eure Gennakerschot ist im Wasser“. Wir schauten ziemlich verdutzt hinter „Rascal“ und sahen eine große Schlaufe im Wasser. In der Zwischenzeit frischte der Wind stark auf, wir zogen die Gennakerschot an und merkten, dass wir es nicht während der Wettfahrt in Ordnung bringen können und beschlossen ohne Gennaker zu fahren. Mit dem immer mehr auffrischendem Wind merkten wir sehr deutlich, wie wichtig der richtige Trimm des Bootes ist, um die Seascape gut und sicher segeln zu können. Wir bekamen auch gleich die ersten Tipps auf dem Wasser und wissen jetzt, wie hilfreich die richtige Einstellung der Cunningham und des Baumniederholers sind, lieben Dank!

Ergebnisliste der Seascape-Funregatta auf der Müritz:

Ein großer Spaß und Höhepunkt der Woche: Ganz unkompliziert rasten die Boote mit ihren Crews einmal um sechs Wasserskigebietstonnen herum (Speed über 11 kts). Günter hatte mit seinem Motorboot die Start- und Ziellinie ausgelegt, Thomas Ziegler bestellte zum Start kräftigen Wind und so konnten zwei sportliche rund 25minütige kurze Wettfahrten ohne strengen Blick auf die ISAF-Regeln gesegelt werden. Kommentar des Motorbootkapitäns und neuen Seascapeseglers Günter: „Ich habe noch nie so viele Segelboote auf einmal gleiten sehen“. Er hatte jedenfalls seine Freude. Ganz so entspannt war es bei der siegreichen Crew GER 177 offenbar nicht. Michael Müller kommentierte den finalen Schlussritt über eine Meile mit dem Gennaker ins Ziel mit: „Höllenangst, dass uns der Gaul abwirft, hatte ich trotzdem…“

Wir fuhren zurück zum Bolter Kanal, klarierten unser Boot und fuhren mit Charlotte zum Training noch einmal raus. Für uns war dies mit Sicherheit nicht die letzte Regatta, an der wir teilgenommen haben. Die Regatta war eindeutig für alle Seascaper der Höhepunkt und vielen Dank Thomas, dass du auch diesmal mit dem Wettergott so gut verhandelt hast, der pünktlich zum Sonnenschein den Wind schickte!

Am Nachmittag slippten die ersten Boote wieder aus, natürlich half man sich untereinander. Abends trafen wir uns an den Fischerhütten zu einem letzten Grillen aller Seascaper der Müritz RAID 2015. Es war zwar das letzte Grillen der RAID 2015, aber mit Sicherheit nicht unsere letzte RAID.

Zum Schluss möchten wir uns ganz besonders bei Thomas Ziegler bedanken, der eine tolle RAID organisiert hat. Ein Höhepunkt jagte the next Highlight: Lieben Dank dafür – und hier sind wir sicher – wir sprechen im Namen aller 30 RAID Teilnehmer 2015!

zufriedene Segler mit dem Organisator der Müritzwoche Thomas Ziegler (ganz rechts)

zufriedene Segler mit dem Organisator der Müritzwoche Thomas Ziegler (ganz rechts)

Fazit: Insgesamt haben elf Boote bei Temperaturen über 30 Grad eine super-sonnige Segelwoche genießen können – mit allen Windstärken von 3 bis 16 kts. Trotz Hitze haben wir nur „coole“ und nette Seascaper kennen gelernt, die nicht nur das Segeln, sondern auch die gegenseitige Hilfsbereitschaft in die Vorderfront stellen. Besser geht’s nicht!

weiter mit Let´s Race Bad Zwischenahn – Erlebnisse zweier Seascape-Rookies

von Silvia und Martin Breyer, GER 226

weiter…: Und in dieser spannungsgeladenen Vor-Wettkampfphase kommt 
der Anruf von Jörg:  „Sagt einfach Bescheid, wann ihr ankommt; ich bin dann da und erklär Euch alles!“ Klasse! Sehen wir doch Licht am Horizont unserer Logistik- und Organisationsüberlegungen.
Und: Jörg ist am Freitagabend wirklich da. Das wird alles klappen – wir finden uns mit ihm schnell zurecht.

der Chill-out-Platz zum Seglerplausch, Essen, Trinken, Abhängen

der Chill-out-Platz zum Seglerplausch, Essen, Trinken, Abhängen

Und dann kommen sie auch schon: Die Protagonisten des Wochenendes: Eine Seascape nach der anderen. Völlig entspannte Crews – das Wiedersehen macht Freude.
Eine Frage stellt sich doch? Gibt die Ankunftsreihenfolge erste Hinweise auf die Platzierungen? Dann haben wir ja Chancen ….

Alle bauen entspannt auf. Wir spinxen rechts und links – scheint ja bei allen anderen schon auch schnell zu gehen. Ok, der Wettkampf hat begonnen. Vor lauter Gucken und Quatschen sind wir beim Aufriggen zurückgefallen.

Nach ´ner schnellen Currywurst und ´nem Nordseeteller geht’s wieder raus in den Regen. Wir werden heute noch fertig …. und fallen dann auch nach einem kurzen Schnack in die Hotel-Koje.

Wettkampftag – eigentlich eine klare Sache: 0600 Aufstehen; 0700 Aufwärmen; 0800 Frühstück  – 0900 am Boot – 1000 einsegeln…..  Stop. Wir steigen um 0800 ein: Sehr leckeres Frühstück. Ne gute Basis.
Dann geht’s aber auch fix zum ZSK. Wir treffen Maren – ja, man kann auch im Regattamodus auf der Seascape18 übernachten und (wahrscheinlich) von Siegen träumen.
Tja, jetzt müssen nur noch die Boote ins Wasser. Slippen? Kranen? Oder doch Slippen? Ok, Slippen: Thomas hilft mit seinem Wagen aus – unserer ist an der Rampe nicht geländegängig.

Kaum schwimmt das Boot, geht’s auch schon zur Startlinie. Man hat uns das alles erklärt – wir haben ´ne Idee. Nur wo genau liegt die 4er Tonne?
Erstmal egal. Jetzt wird die Taktik abgestimmt: Startlinie peilen, Winkel zum Wind berechnen, Gegner beobachten, tja: Und wo liegt nochmals „A“?

Beim ZSK gibt es ein Prahm mitten auf dem See, das die Funktion des Startschiffs hat und die Getränkebar der Wettbewerbsleitung beherbergt...

Vorstartphase: Beim ZSK gibt es ein Prahm mitten auf dem See, das die Funktion des Startschiffs hat und die Getränkebar der Wettbewerbsleitung beherbergt…

Dann geht auch schon das Startprozedere los – ganz schon aufregend – so „5“ Vorstart- Minuten. Wir machen das mit einer Stoppuhr: Der eine zählt rückwärts, der andere stoppt vorwärts….  das kann schon auch klappen.

... noch drei Minuten

… noch drei Minuten

Und dann geht’s los. Wir starten absichtlich verhalten. Wir wollen angreifen, wenn wir „A“ klar haben. Dann die Luftonne und: Der Gennaker klemmt …. wie konnte das passieren? Wie auch immer…. Nicht jammern, sondern brav am Feld dranbleiben. Es funktioniert nicht wirklich. Ok, das war dann schon das Streichergebnis.

Die nächste Pause verbringen die Crews mit Gesprächen, Kekse knabbern, relaxen – wir basteln Gennaker – ohne geht ja gar nicht. Ausprobieren geht nicht mehr – es tutet schon wieder.
Weitere Wettfahrten folgen. Konkretisierung der Taktik: Wir halten uns im Mittelfeld und greifen am Schluss an. Auf der Startkreuz sieht das noch gut aus –  und dann wieder die Luftonne.

Gennakermanöver klappen nicht wirklich –  wir kämpfen weiter – vielleicht hilft ja ein Winddreher. . . hm, irgendwie auch nicht. Was muss man dem Äolos noch alles opfern?

Daher: weiterfighten. Wir sind noch im Rennen – wir können auch die anderen Seascapes am Horizont noch gut erkennen.

Nur: Warum nehmen die die Fock runter? Es geht doch noch eine Runde….. Wir fahren einfach mal über die Ziellinie – es tutet für uns und irgendwo höre ich verhaltenen Beifall. Vielleicht ist es Anerkennung der Wettfahrleitung – vielleicht aber auch Erleichterung, dass die Flotte bei verkürzter Startbahn durchs Ziel ist. Tut dennoch gut.

In der Folge starten wir weiter ambitioniert. Haben den zukünftigen Sieger Cubito kurz vor uns. Jetzt müssen wir ihn nur noch kontrollieren!

Ok, ok. Der setzt sich in die „pfiffige“ Leeposition – funktioniert wirklich mit den Abwinden – das ist leider Kontrolle „mal andersherum“.

Wir wenden weg und haben bald wieder Platz – auch nach vorne, denn wir kämpfen wieder mit dem Gennaker: Kopf runter, Arme tief in die Trompete …. endlich passt alles, nur: Wo sind die anderen? Gerade noch an Steuerbord liegt die Flotte jetzt Bb querab. Na sowas! Da kann man auf dem Bad Zwischenahner Meer echt die Orientierung verlieren ….

... getrennte Wege führen zum Ziel

… getrennte Wege führen zum Ziel

Und dann fällt uns später noch das nette Mädel im Motorboot auf, das hinter uns hertuckert . Ich schau Sie vorsichtshalber mal fragend an: „Na ja, sobald ihr um die Tonne seid, würde ich die auch gerne einsammeln. Samstagabend; Party; Sonnwendfeier & Co; …“.
Nein, sie drängelt wirklich nicht!

Und so vergehen ganz schnell 6 1/2 Stunden auf dem Wasser im Regattamodus. Ich war ja vorher noch im Supermarkt – Proviant ist reichlich an Bord – vor lauter Aufregung gehen ein paar Kekse und ne Banane weg. Wir bekommen langsam Hunger.

Hoffentlich gibt’s noch was, wenn wir am Club ankommen. Das „Meer“ hat sich schon sichtlich geleert.
Und wieder ne schöne Überraschung  für uns ausgepumpte Crew: Wir bekommen ne Box angezeigt – und schräg gegenüber treffen sich die Seascaper auf der „Bikaschi“. Es werden Bierchen, Wettfahrtreflexion und ein bisschen „Seglerlatein“ geboten. Sehr angenehm.

... auf "Bikaschi"

… auf „Bikaschi“. Aber dann gibt’s hier am Steg auch ein natürliches Ende. Hunger und leckerer Grillgeruch ziehen dann doch alle zum Clubhaus.

Wir essen richtig lecker, unterhalten uns, lachen, taktieren, reflektieren. Echt ein netter Abend. Später noch Sonnwendfeuer und Pläne für weitere Veranstaltungen.

Abendstimmung am Zwischenahner Meer - ohne weitere Worte Foto: Jan Kramer

Abendstimmung am Zwischenahner Meer – ohne weitere Worte
Foto: Jan Kramer

Und dann das überraschende Angebot: Cubito steht bereits nach 4 Wettfahren als Sieger fest. Thomas und Christian bieten an, auf anderen Booten als Tactical Coaches mitzufahren – wir nehmen das Angebot super gerne an.

Halb Zehn am Boot. Wir sind da – wollen ja viel über unser Boot, Segelperformance, Manöver lernen. Und vielleicht auch ein bisschen Taktik?
Ok, um das gleich klarzustellen: Taktik war nicht dran…. es gibt ne klare Ansage: Erstmal Boot verstehen und trimmen. Dann gut segeln, Manöver beherrschen – ok, dann Taktik. Dafür reicht es dann an diesem Sonntag nicht mehr. …

Und dann war da noch der Blick von Thomas: Erst wohlwollend, dann suchend, zunehmend irritiert: ja, ja – wir wissen es! In Holland war soviel Wind, dass es den Verklicker zerlegt hat – hab ihn halt ein wenig getaped. Dreht sich jetzt eher nach seinem Gewicht, als nach dem Wind. Das machen wir ganz bald wieder heile – versprochen!
Aber das Gute ist doch: Jetzt achten wir konzentriert auf die Windfähnchen in Fock und Groß!
Jetzt im Ernst: Die Wanten sind gleich lang – sonst fahren wir womöglich Schlangenlinien. Die Wantenspannung ist mal gemessen und auf die Leichtwindbedingungen eingestellt. Mastfall sieht gut aus – wir testen später den Ruderdruck: Scheint zu passen.
Und die Segel haben nun einen Bauch; auch an der richtigen Stelle.

Silvia formuliert das „Unaussprechbare“: „Und die vielen Falten? Das sieht gar nicht gut aus“.
Blick von Thomas…: ok, alles klar und verstanden. Bauch ist wichtiger als der „Rest der Optik“!

Silvia, Martin und Coach Thomas

Silvia, Martin und Coach Thomas

Und dann geht’s wieder los: super spannend, super lehrreich. Unser Tactical Coach ist mit voller Emotion dabei. Ich glaube, manches will er nicht sehen, wahrhaben. Na ja: Die Welt ist bunt; wir fahren irgendwie einen „eigenen Style“. Das gibt nicht nur Abzüge in der B-Note, sondern auch in der Platzierung.

Wir fahren alle Manöver, jeder probiert mal alles aus. Es gibt permanent Tipps und Tricks, Korrekturen und auch stabilisierende Ansagen. Thomas setzt uns und das Boot mal richtig auf den Teich. Echt klasse so ein Crash-Kurs!

Und eines ist auch klar: Bei aller Anspannung und Konzentration bitte immer lächeln – Irmi schießt Bilder vom Prahm.

Auch dieses Erlebnis geht mal zu Ende. Ganz überwältigt von den vielen Informationen kranen wir aus und packen alles wieder ein. Geht sogar ganz flott – so langsam stellt sich sowas wie Übung ein.

Jan, der Wettfahrtleiter schaut noch vorbei und erkundigt sich nach unseren Eindrücken: Ich kann ihm versichern, dass keine andere Crew den postkarten-verdächtigen Blick auf eine Seascape-Flotte (in voller Krängung) vor dem Clubhaus des ZSK genießen konnte. Ein „einmaliges“ Erlebnis, denn bald werden wir sicherlich mehr zurückschauen und aus dem Mittelfeld „angreifen“.

Die Gespanne stehen wieder fix und foxy gepackt am Straßenrand. Ich schaue nochmals auf die Mojo: Hier waren Trimm, Segelkönnen und Taktik („Südecke ausnutzen“) bis zum 2ten Platz optimiert. Tja,  Die Crews genießen leckeren Kuchen, auch ne Pommes geht mit durch. Es werden Pläne für ein nächstes Treffen geschmiedet: Regatta in Warnemünde! „Gemütliches“ Segeln auf der Müritz! Vielleicht noch Medemblik? Es ist ja immer was los.

Und dann die Siegerehrung: Wir werden als erstes aufgerufen. Es sind ja noch sechs Teams vor uns. Damit haben wir genügend „Raum“, die Platzierungen zu würdigen und uns mit den Platzierten und Siegern zu freuen. Ben Tyko bekommt den Jüngstenpreis – ein Glas voll „Gummi-Schlangen“ – ich bin schon etwas neidisch …..
Das anschließende Gruppenfoto mit Seascape-Banner scheint bekannt – wir sind gerne mit dabei.

vlnr: Friederike Morhard, Jochen Denkena, Martin Breyer, Silvia Breyer, Thomas Hummels, Christian Filseth, Thomas Jungblut, Ben Tyko Denkena (knieend), Marius Bock (knieend), Charlotte Bock, Julia Bock, Jörg Gubo, Stefan Steinhagen, Heinz-Christian Bock, Carsten Ginter, Maren Winkel

vlnr: Friederike Morhard, Jochen Denkena, Martin Breyer, Silvia Breyer, Thomas Hummels, Christian Filseth, Thomas Jungblut, Ben Tyko Denkena (knieend), Marius Bock (knieend), Charlotte Bock, Julia Bock, Jörg Gubo, Stefan Steinhagen, Heinz-Christian Bock, Carsten Ginter, Maren Winkel

Und jetzt alles in „einem Satz“:
Viel Aufregung vor der Aktion. Netter, hilfsbereiter und ebenso professioneller Umgang untereinander. Tolle Organisation. Viel gelernt und ne Idee, welche Dinge man zukünftig angehen kann.
Und: völlig eingetaucht in eine andere Welt. Wir haben das Gefühl, 5 Tage „weg“ gewesen zu sein. Wir hatten ne tolle Aktion mit den Seascapern und empfehlen das gerne weiter!

Zu uns Autoren:
Silvia und Martin; mit ner Seascape 18; GER 226; seit rund 1 1/4 Jahren in Workum am Ijsselmeer.
Wir treffen viele Seascaper wieder an der Müritz – und ich bin mir sicher, wir werden uns auch bei dieser Cruising-Serie mal ein wenig an den anderen messen – nur inoffiziell natürlich… aber mit Verklicker!

… weiter mit der rasenden Rennsemmel

von Thomas Hummels GER177

Weiter….. Wir sind überzeugt:
Bei dem Tempo sieht das jetzt aus, als könnte man Wasserski hinter dem Boot laufen. Wir wechseln die Arbeitspositionen. Und grinsen nur noch. Ich merke, wie im Gennaker so viel Druck ist, dass er nicht ewig aus der Hand gefahren werden kann. Aber der Steuerdruck hinten ist dafür um so geringer.

Nach drei Stunden sind wir platt und glücklich wie selten nach dem Segeln. Was für ein Boot … Das Dauergrinsen entweicht unserem Gesicht nicht mehr. Eigentlich bedarf dieses Probesegeln gar keines langen anschließenden Auswertens der Eindrücke mehr, ob man denn so etwas eventuell kaufen sollte. Das Boot hat uns in diesen drei Stunden süchtig gemacht.

Am 19.6.12 hole ich also logischerweise unsere GER 177 aus Slowenien ab.

Vom Starnberger See ans Zwischenahner Meer

Heute rund 13 Monate später sitzen wir Mitte Juli 2013 im Auto und trailern in den für uns gefühlten „hohen Norden“. Vom Starnberger See zum Zwischenahner Meer bei Oldenburg in Friesland. Die erst Anfang des Jahres 2013 gegründete Seascape-Klassenvereinigung hat ein erstes „Trimm- und Regattawochenende“ organisiert. Wir kennen keine der anderen Crews. Wird das ein Treffen mit Messingknopf- und Ehrennadelträgern?

DSC_0101-1024x499Strahlender Sonnenschein und zwei strahlende Organisatoren begrüßen uns: Jörg Gubo hat auf sein Hausrevier geladen, der Klassenvereinigungsvorsitzende Jochen Denkena aus Oldenburg freut sich, dass 10 Boote da sind.

Samstagmorgen geht es los: Seascapeeigner, -konstrukteur und –hirn Andraz Mihelin aus Slowenien ist auch da und gibt allen Crews Aufbau- und Trimmtipps. Was ist wichtig, was nicht? Und seine entscheidenden Hinweise für Spaß am Boot und auf der Regatta: Erstens solle man sein Manöverhandling üben, üben, üben, sich dann erst mit den Finessen des Trimms und Tunings des Bootes befassen und ganz zum Schluß – wenn das alles flüssig und ordentlich klappt – sich mit Taktikfragen auf der Regatta befassen. Und über allem gäbe es eines: den Spaß am Boot und Segeln auszutoben.

IMG_0823-1024x653

Schon fühlen sich alle wohl und keiner glaubt mehr, er könne sich wohlmöglich unter lauter Profis blamieren.

Tipps und Aufbauerleichterungen werden von Crew zu Crew weiter gereicht. Jeder hat so seine Ideen und Erfahrungen. Ruck zuck profitieren alle vom Know how-Transfer, wie es neudeutsch heißt. Dann sind die Crews auf dem Wasser: Alle freuen sich, endlich mit lauter anderen Seascapern zusammen zu segeln. Offenbar, so stellt sich heraus, ticken die alle ähnlich und sind wirklich nette Typen.

Andraz springt im freien Training von Boot zu Boot und liefert den Crews seine Unterweisungen. Evelyn profitiert enorm von seinen geduldigen Hinweisen zum Easy-Umgang mit dem Gennaker.

Danke Andraz – auch im Namen aller anderen Seascape-Crews – für deinen langen Trip über Venedig und Bremen zu uns an das Zwischenahner Meer!

Die erste deutsche Seascaperegatta auf dem Zwischenahner Meer

Eigentlich soll nach den lockeren, aber lehrreichen Land- und Segelunterweisungen um 13 Uhr die erste Wettfahrt starten. Kein Wind, also Startverschiebung. Für uns Regattanovizen der willkommene Anlaß noch weiter am Manöverhandling auf dem Wasser abseits der Regattabahn zu arbeiten. Wenn nur nicht als Ergebnis dann heraus gekommen wäre, den letztendlich dann doch durchgeführten Start komplett zu verschlafen. Na super, wenn die 5 Minuten vorher los gepreschten Starboote einem zurufen, wo man sich denn rumtreibe, unsere Klasse sei doch auch längst gestartet…. Einziger schwacher Trost: Dem erfahrenen Regattaskipper Thomas ist das mit seinem Vorschoter Steffen auch passiert. Also kassieren wir beide mal ein „DNS“ auf der Wertungsliste. Unsere erste Wettfahrt wird also der Streicher. Spitze.

Der Zwischenahner Wettfahrtleiter Jan Kramer vom wirklich sehr gastfreundlichen örtlichen ZSK macht seine Sache wie er sagt zum ersten Mal, aber gut. Er faltet zu Recht ganz freundlich eine ausfallend werdende Crew bei den Starbooten zusammen und freut sich, dass die Seascape 18-Crews alles deutlich lockerer nehmen und offenbar einen Riesenspaß auf der Regattabahn haben. Ganze drei Wettfahrten mit angesagter Bahnabkürzung wegen des schwachen Windes bringen wir am Samstagnachmittag noch zu Stande. Übrigens: Die weiteren Starts haben wir und auch Thomas mit seiner „Cubito“ dann doch mit bekommen.

Man merkt deutlich, dass sich alle Seascape 18er steigern. Armin dominiert zusammen mit seinem Vorschoter Miha die ersten beiden Wettfahrten klar. Er war übrigens in Deutschland auch der erste Seascape18-Eigner (GER 13) und segelt inzwischen in Berlin.

Am zweiten Wettfahrttag sollen noch zwei Durchgänge gesegelt werden. Das kriegen wir bei dem deutlich besseren Wind auch hin. Unser persönliches Crew-Ziel: Die blöden Fehler des ersten Tages wollen wir vermeiden: saubere Gennaker-Manöver auf dem Weg zur Leetonne und ordentliche Starts. Evelyn läuft zur Bestform auf: Halsen unter Gennaker ohne Verhaker und gute taktische Ideen, die alle aufgehen. Der Steuermann sollte immer auf seine Taktikerin hören. Wir werden in der ersten Sonntagswettfahrt Vierte und freuen uns nicht weit von der ersten drei Teams entfernt gewesen zu sein. Euphorie an Bord. Andraz hatte Recht: Manöversicherheit ist alles.

Die letzte Sonntagswettfahrt liefert Spannung pur: Heinz-Christian und seine Frau Charlotte aus Koblenz durchbrechen das Gesetz der Serie und werden nicht wie jeweils vier Mal vorher Fünfte, sondern siegen in diesem Durchgang. Unser Top-Organisator und überaus hilfsbereite Jörg Gubo wird mit seiner Frau Irmi und Vorschoter Stefan erneut Zweiter und damit insgesamt ebenfalls Regattazweiter. Spitzen-Leistung. Und Dank an Jörg für die viele Organisationsarbeit!

Den spannendsten Zieleinlauf liefern sich Sven mit seiner Hamburger Dreimanncrew Kilian und Johannes mit dem Neusser Carsten und seinem Vorschoter Christoph.

Sie matchen sich auf der Zielkreuz in ihren Wendeduellen bis sie sage und schreibe im Abstand von nicht mal einem halben Meter über die Ziellinie rauschen.

Unser Klassenvereinigungschef Jochen Denkena hat seine Seascape 18 wirklich gut im Griff. Sein schlechtestes Ergebnis und damit sein Streicher war ein 5. Platz in der letzten Wettfahrt, ansonsten drei Mal Zweiter und ein Mal Vierter. Diese Superkonstanz bringt ihm und seinem Vorschoter Vincent den verdienten Sieg in der ersten deutschen Seascape-Premiere-Regatta. Glückwunsch!

Und Thomas, der zusammen mit uns den Start in der ersten Wettfahrt verschlafen hatte? Er zeigt anschließend, was er wirklich seglerisch drauf hat, wird sogar bei zwei Wettfahrten mit seinem Vorschoter Steffen Erster und insgesamt verdienter Gesamtdritter.

Zwischenahn-Erg-1024x554Was für ein Finale! Was für eine tolle Stimmung. Alle haben Blut geleckt. Für einige Crews war es wie für uns die erste Regatta. Es ist einfach tolles Segeln, wenn man es mit lauter gleichen Booten tut. Und ganz offenbar ticken die Crews alle ein bisschen ähnlich. Und fürs Fahrtensegeln profitiert man schließlich auch, wenn das Handling und der Trimm stimmen. Und ob das stimmt oder man eventuell noch was verbessern kann, sieht man im direkten Vergleich mit identischen Einheitsklassebooten am besten.

Und jetzt? Sind alle heiß auf ein nächstes Treffen der Seascaper – mit noch mehr „Süchtigen“. Die Verabredung für Berlin am 14. und 15. September 2013 steht. Auf zum SailingAnarchy-Cup der Sportboote. Meldet Euch einfach hier online an.

Die Ausschreibung und weitere Informationen des veranstaltenden SC Gothia finden sich hier.

Seascape 18–Eigner und –Segler wissen ja längst, was die Rennsemmel auf dem Wasser mit dem eigenen seglerischen Gemüt und dem Endorphinhaushalt macht. Seascapen macht süchtig. Die Rennsemmel macht süchtig. Und ich garantiere Euch: Die Sucht ohne Nebenwirkungen auszutoben ist am besten unter lauter Gleichgesinnten.

DSC_0087-1024x583Auch außerhalb des Gardasees und ohne Regattaerfahrung!

 

… weiter mit rund Rügen

Von Thomas Ziegler GER156

weiter….: Schon während der Fahrt wurden in der eigens für die Teilnehmer eingerichteten WhatsApp Gruppe wild Bilder und noch zu fahrende Kilometer bis Stralsund ausgetauscht. Waren wir eigentlich schon vorher leicht gestört?

Moralverlust

Zwischendrin kam vom Organisator Thomas Hummels immer mal wieder ein Bild, das ihn segelnderweise bei 15 Knoten Wind und Sonnenschein zeigte – das war der Moral nicht wirklich zuträglich, steigerte aber die Vorfreude.
Pünktlich zu unserer Ankunft Samstagmittag im Wassersportzentrum Dänholm/Stralsund begann es wie aus Eimern zu schütten. Kurzerhand wurde das Aufriggen verschoben und auf das Eintreffen aller Crews – bei dem einen oder anderen Bier – im Hafenrestaurant gewartet.

Luftbild Stralsund

Schnell war das Eis zwischen den Teilnehmern gebrochen und es wurde viel gelacht. Ab 17 Uhr kam die Sonne wieder raus und wir slippten die Boote. Gegen 20:30 Uhr waren alle acht Seascapes, inkl. Gepäck und Proviant für die nächsten 7 Tage, im Wasser. Hierbei stellten sich deutliche Unterschiede in der Beladung und in der Auffassung, was man so für 7 Tage benötigt, heraus. So viel sei gesagt, unsere GER 156 wurde vom Ausnutzen des Stauraums maximal noch von Thomas Hummels in seiner „niXe“ GER 177 geschlagen. Dass das jetzt Lastenkähne waren, wagte niemand zu leugnen.

Wer mitten im alten Hafenbereich der Hansestadt Stralsund mal einen tollen Abend verbringen will, kann getrost unsere Location wählen : das Restaurant „Kron Lastadie“.

Sonntag Start kurz nach Mitternacht – zumindest gefühlt

Der Sonntag startet leider noch vor dem Wachwerden, also sehr früh, da wir die erste Öffnung der Ziegelgrabenbrücke um 8:20 Uhr schaffen mussten.
Also 6:30 Uhr Aufstehen. 7 Uhr Frühstück mit kurzer Einweisung durch Thomas Hummels zur Etappe von Stralsund durch den Strelasund in den Bodden, nach Lauterbauch. Dann alle 8 Uhr raus aus dem Hafen Richtung Brücke.DSC_0072

Ostwind. 13 Seemeilen gegenan, bevor es ab Erreichen des Boddens auf Halbwindkurs Richtung Lauterbach ging. Im Laufe des Vormittags nahm der Wind von 10 auf 20 Knoten zu und die Kreuz bei Strom und Wind gegenan zog sich wie Kaugummi. Nach circa 4h erreichten wir den Bodden und damit Halbwind. Die nächsten 8 Seemeilen vergingen Ruckzuck und circa 14 Uhr erreichten wir die „Im Jaich Marina“ Lauterbach. Ein super-moderner Hafen mit schwimmenden bzw. Pfahlhäusern mitten zwischen den Bootsliegeplätzen.

Den Nachmittag verbrachten wir bei netten Gesprächen auf den Booten und mit einem kurzen Abstecher zum Räucherschiff Berta um frischen Fisch zu essen. Schlusspunkt des tollen ersten Segeltags war das „Beachhaus“ in Lauterbach – ein tolles Restaurant ohne Beach.

Spielwiese Boddengewässer rund um die verträumte Oase

Am Montag stand mit 14 Seemeilen eine kurze Etappe von Lauterbach mit Rast in Seedorf zum Hafen Gager an.

10:30 Uhr Auslaufen. Hierbei passierte einer Crew leider ein Missgeschick und ihre Seascape war so beschädigt, dass die Weiterfahrt nicht möglich war. Nach kurzer Besprechung und der Bitte des Havaristen nicht zu warten, setzten wir die Fahrt, reduziert auf 7 Boote und unserer Motorbootbegleitung Günter und Marina (Mitarbeiterin von Seascape), fort.

Und was war das für ein Segeln: 19 Knoten und selbst die Lastenkähne pfiffen unter Gennaker nur so im Glitsch dahin. Das Grinsen wollte nicht aus den Gesichtern.DSC_0058
Zum Mittag gab es das erste Anlegebier mit einer Kleinigkeit zu essen im wunderbaren Naturhafen Seedorf bevor wir zum Etappenziel Gager aufbrachen. Seedorf ist eine verträumte Oase in Schilf – so stellt man sich Rügen vor hundert Jahren vor. Nur die Bedienung und der warme Kuchen waren aus der Jetztzeit.

Kurz vor Gager – unter Gennaker – sah ich von weitem ein Boot, welches sehr nach einer Seascape 27 aussah, nur unter Fock langsam Richtung Hafen mehr treibend als segelnd. Wir kamen schnell näher und ich freute mich, dieses tolle Boot zum ersten Mal im Wasser zu sehen. Die Freude des Eigners über die kleinen „Seascape 18 Brüder“ war ungemein größer, denn er hatte einen vermeintlichen Motorschaden und bat mich ihn in den Hafen zu schleppen. In Anbetracht meines kleinen 2,5 PS Außenborders war ich zwar etwas skeptisch, ob das Unterfangen klappen würde, aber der Kleine brachte unser schweres Gespann ohne Probleme hinein.

Seascape wird zum Partyboot

Dort angekommen kam sofort der Dank mit einem Bier, der Motor wurde schnellstens repariert und kurzerhand befanden wir uns als große, lachende Meute mit 14 Personen auf der 27er wieder. Auf die neue Freundschaft zwischen 18er- und 27er-Eignern wurde noch so einiges getrunken und es folgte ein unglaublich lustiger Nachmittag. Konsequente Folge: Thomas, der eigentlich mit seiner 27er ganz woanders hin wollte, beschloss mit seiner 3 Monate alten Seascape unsere Truppe über die nächsten Tage bis Glowe zu begleiten.

Schon in der Nacht war eine deutliche Zunahme des Windes zu spüren. Am Morgen hatten wir gute 25 Knoten Wind in der geschützten Bucht von Gager – in Böen schon mehr. Also Hafentag und anderes. Mit dem Bus zur Seebrücke nach Sellin und am Nachmittag auf einen Berg oberhalb des Hafens Gager in die „Zicker Alpen“, von dem man einen tollen Ausblick über die Südspitze Rügens, den Bodden und die Ostsee hatte. Achtung Segler: Der Berg wurde zu Fuß erklommen!

„Wissen Sie eigentlich, dass Sie mir hier nur Arbeit machen!“

Den Abend verbrachten wir im Restaurant „Zum Anker“ in Gager, direkt im Ort. Der Kellner des Vorabends vom Restaurant „Alte Bootswerft“ im Hafen hatte uns zuvor mit seinem nur ihm zugänglichen Charme klar gemacht, dass er mit einer großen Gruppe, wie wir es waren, zu viel Arbeit hätte. Hier störte der Kunde! Er wollte doch so gerne auf uns verzichten. „Wissen Sie eigentlich, dass Sie mir hier nur Arbeit machen! Ich laufe hier nur noch wegen Ihnen.“ Da fühlt man sich doch gleich gut – woanders aufgehoben. Dass er anschließend mit seinem FDGB-Habitus zum geflügelten Spotobjekt aller Seascaper wurde, musste seine Ohren klingeln lassen.

DSC_0061 DSC_0029

Das Verschieben unseres Hafentags hatte sich gelohnt. Am Mittwoch wurden wir mit Sonne und 12-15 Knoten südwestlichen Windes belohnt. Wir mussten also nur die ersten 5 Seemeilen zum Südperd am Wind segeln und ab da gingen die bunten Gennaker wieder hoch und wurden erst in der Hafeneinfahrt des Stadthafens Sassnitz, 15 Seemeilen später, vorbei an den Seebädern Göhren, Sellin und Binz, wieder eingepackt. Je mehr Wind wir auch an diesem Tage hatten, umso rasanter war der Gleitflug unserer kleinen Sportboote.

Durch die unglaublich tollen Segelbedingungen kamen wir deutlich früher als erwartet im Etappenhafen an. Den Nachmittag verbrachten wir in der Sonne sitzend in einer Hafengaststätte und kauften im benachbarten Bootsbedarfsgeschäft allerlei Kleinigkeiten. Das Restaurant „Gastmahl des Meeres“ in Sassnitz machte später seinem Namen alle Ehre.

Kreidefelsen

Der Donnerstag begrüßte uns wieder mit Sonnenschein und einer ganzen Menge Wind. Nach einem ausgedehnten Frühstück im Cafe Bäckerei Peters / Hafen Sassnitz liefen wir bei guten 4 Windstärken aus, um vorbei an den Kreidefelsen und dem Königsstuhl im Hafen Lohme zu Mittag anzulegen und später weiter zum Tagesziel Glowe zu segeln.

Seascape 18 vor den KreidefelsenAb Höhe des Königsstuhls nahm der Wind von 15 auf 22/23 Knoten von vorn zu. Somit wurde der vermeintlich kurze Schlag von circa 10 Seemeilen bis Lohme zu einer länger dauernden Kreuz bei ordentlich Welle und Wind. Alle Crews schlugen sich hervorragend und kamen mit der steilen Ostseewelle gut zurecht.
Die Hafeneinfahrt Lohme sollte noch gemeistert werden, um später „König Lohme“ kennen lernen zu können.DSC_0279

König Lohme

In Lohme angekommen hinterließ der Wirt unseres ausgesuchten Seeblick-Restaurants mit seiner Selbstdarstellung bzw. Weltsicht bei allen Seglern bleibenden Eindruck, war er doch nicht wirklich an seinen segelnden Gästen interessiert, sondern nutzte diese als Stichwortgeber für seine Selbstbeweihräucherung. Also wurde er von der Gruppe unfreiwillig auf den zutreffenden Namen „König Lohme“ getauft. Ein Titel, der noch zig mal alle Segler in  schallendes  Gelächter ausbrechen ließ.KönigLohme

Gegen 17 Uhr brachen wir zur Kreuz gegenan von Lohme nach Glowe auf. Da der Wind zwischenzeitlich wieder etwas nachgelassen hatte, war es sehr angenehmes Segeln in den Abend hinein, bei dem es  teilweise zu richtigen Matchraces kam. Gegen 19:30 Uhr liefen wir in Glowe ein und es gab Abendessen im Restaurant „Ostseeperle“ direkt am langen Sandstrand der Schaabe.
Natürlich wurden jetzt Pläne für die nächste Seascape Cruising Woche geschmiedet. Tags drauf verholten wir die Trailer vom Hafen Dänholm nach Glowe, wo am nächsten Morgen schon das Slippen und die Heimreise anstanden. Unseren letzten gemeinsamen Abend auf Rügen verbrachten wir grillend, lachend und rückblickend auf eine außergewöhnlich schöne Segelwoche am Strand nahe des Glower Hafens.

DSC_0088Der Samstag, unsere Abreisetag, startet für Gregor und mich um 6 Uhr morgens, da wir das Boot slippen, abriggen und circa 820 km Fahrt im Ferienverkehr vor uns hatten. Gegen 9 Uhr verabschiedeten wir uns, mit dem Versprechen uns alle zur Regatta in Koblenz wiederzusehen, von den anderen Teilnehmern. Leider folgte nun eine fast endlos erscheinende, durch Staus geprägte Heimfahrt über knapp 13 Stunden.

Geblieben sind trotzdem super schöne Segeltage, tolle Erinnerungen, ganz viel Lachen und lustige Stunden, neue Freundschaften und die Gewissheit, dass unserem ersten Cruising-Event im Kreise der Seascaper nun noch viele weitere folgen sollen.
Dass gleich zwei Teilnehmer noch ganz zum Schluss der Woche – ohne Einfluss durch das Segeln – und unabhängig voneinander im Rügener Krankenhaus landeten, ist eine eigene unglaubliche Story. Es ging aber alles gut aus.
Vielen Dank an alle Teilnehmer und unseren Organisator Thomas Hummels für eine unvergessliche, gemeinsame Urlaubswoche.

PS: Mojo – GER111, Heinz-Christian Bock hat während der Phasen mit weniger Wind ein Video produziert. Welch herrliches Sommersegeln rund Rügen.


Und im August 2015 treffen sich die Seascaper auf der Müritz.

Class Rules in Version 4.0

01.07.2014. Die Klassenregeln sind überarbeitet und von Widersprüchen zu den ISAF-Bestimmungen befreit worden. In Kooperation zwischen Andraz Mihelin, Seascape und Heinz-Christian Bock für die deutsche Klassenvereinigung konnte gleich eine englische und deutsche Fassung aufgelegt werden. Dank an beide.

Die für die Regatten verbindlichen Class Rules gibt es hier zum download:

Seascape18_class_rules_V4-0_Deu

Seascape18_class_rules_V4-0_final